In nahezu jeder Schüttgutprozesslinie bestimmt der Gurtförderer den Durchfluss, den Energieverbrauch und die Verfügbarkeit der Anlage. Wenn ein Fördergurt Verschleiß aufweist, falsch dimensioniert ist oder nicht auf die Anwendung abgestimmt wurde, steigt das Risiko eines Stillstands. Dadurch wächst der Bedarf an zuverlässigen, sorgfältig konstruierten Förderlösungen, die in unterschiedlichen Umgebungen wie Recycling, Bulkterminals, Mineralien, Lebensmittelindustrie und Getreidelagerung nahtlos funktionieren.
Varianten von Gurtförderern
Bei Jansen&Heuning unterscheiden wir mehrere Varianten innerhalb des Gurttransports. Die wichtigsten Optionen sind die schwere und die leichte Ausführung. Die Aufteilung der Gurtförderer hängt direkt mit der Nutzungsintensität zusammen. Dadurch sind verschiedene Varianten entstanden, die jeweils auf ein spezifisches Belastungsniveau ausgerichtet sind.
Die Rolle des Gurtförderers in der Schüttguthandhabung
Gurtförderer sorgen für einen kontinuierlichen Materialfluss mit geringem Rollwiderstand. Dadurch eignen sie sich für horizontale und steile Förderstrecken. Für Strecken, auf denen Standardgurte an Grip verlieren, liefert Jansen&Heuning einen Gurtförderer für steile Transporte, der hohe Steigungswinkel und begrenzten Raum problemlos bewältigt.
Nachfolgend eine technische Ausarbeitung der vier Hauptvarianten, mit Schwerpunkt auf Anwendung, Konstruktion und Dimensionierung.
1. Gurtförderer schwere Ausführung
Schwerer industrieller Einsatz erfordert einen Förderer mit hoher Belastbarkeit, einer starken Rahmenkonstruktion und einem Antrieb, der den Dauerbetrieb mühelos unterstützt. Diese Variante eignet sich für Umgebungen wie Recycling, Mineralienverarbeitung, Betonindustrie, Bulkterminals und anspruchsvollere Agrarprozesse.
Technische Spezifikationen zuvor gebauter Varianten:
- Gurtbreiten: 500 mm bis 1400 mm
- Kapazität: ca. 65 bis 710 m³ pro Stunde bei 1 Meter pro Sekunde
- Antrieb: Trommelmotor oder Antriebstrommel mit Aufsteckmotor
- Trommeltypen: gummiert, Käfigrolle, geschlossen
Gurtförderer schwere Ausführung werden bei hoher Impactbelastung, schweren Lasten und langfristigem Dauerbetrieb eingesetzt. Die Wahl der Trommel, der Spannvorrichtung und des Gurttyps bestimmt die Lebensdauer und die Verfügbarkeit.
2. Gurtförderer leichte Ausführung
Die leichte Ausführung des Gurtförderers ist für leichte bis mittelschwere Schüttgutprozesse in Lagerung, Logistik und Agrarprozessen entwickelt. Die Konstruktion ist kompakt und effizient und arbeitet zuverlässig auf Förderstrecken mittlerer Länge.
Technische Spezifikationen zuvor gebauter Varianten:
- Gurtbreiten: 500 mm und 650 mm
- Rahmenbreiten: 550 mm und 750 mm
- Muldenwinkel: bis ca. 20 Grad
- Tragrollen Durchmesser: 63 mm oder 89 mm
Gurtförderer leichte Ausführung dienen häufig als Verteilband, Ladeband oder interne Zufuhrlinie. Durch die kompakte Bauweise lässt sich dieser Förderer schnell in bestehende logistische Umgebungen integrieren.
Probleme entstehen, wenn ein Förderer nicht zu den tatsächlichen Prozessbedingungen passt. Dies kann mit zu geringer Gurtbreite, einer falschen Muldenform, einem falsch gewählten Trommeldurchmesser oder einem Gurttyp zusammenhängen, der nicht genügend Grip bietet.
3. Steigender Gurtförderer
Wenn der Raum begrenzt ist oder Produktströme vertikal oder unter steilen Winkeln gefördert werden müssen, bietet der Steiggurt eine effiziente Lösung. Durch den Aufbau des Gurtes in gerader, geknickter, L oder Z Form entsteht eine kompakte Anlage mit minimaler Stellfläche und maximaler Förderhöhe.
Technische Spezifikationen zuvor gebauter Varianten:
- Steigwinkel: 10 Grad bis 90 Grad
- Gurtbreiten: ab 300 mm
- Sonderausführung: Gurt mit Wellkanten und Mitnehmern für steile Steigwinkel
Steiggurte werden eingesetzt, wenn glatte oder profilierte Gurte nicht genügend Grip liefern. Der Wellkantengurt transportiert das Produkt stabil, auch bei schwankenden Volumenströmen und unterschiedlichen Materialarten.
4. Gurtförderer für Getreide
Die Getreideausführung ist speziell für Anwendungen in der Getreidelagerung und der agrarischen Logistik entwickelt. Die Konstruktion entspricht der leichten Ausführung, ist jedoch vollständig auf Getreide, Saatgut und ähnliche Produkte abgestimmt.
Technische Spezifikationen zuvor gebauter Varianten:
- Kapazität: ca. 60 bis 150 Tonnen pro Stunde (bei 750 Kilogramm pro Kubikmeter)
- Gurtbreiten: 400 mm bis 650 mm
- Steigung: bis ca. 35 Grad mit Profilgurt
Diese Variante eignet sich ideal für die Verteilung von Getreide in langen Lagerhallen, das Befüllen von Lagerboxen oder die Kopplung von Reinigung und Trocknung.
Betriebliche Bedingungen für die Variantenauswahl
Probleme entstehen, wenn ein Förderer nicht zu den tatsächlichen Prozessbedingungen passt. Die Leistung eines Gurtförderers hängt direkt von der korrekten Dimensionierung ab. Wichtige Parameter sind unter anderem:
- Materialart und Schüttgewicht
- Kapazität in m³ pro Stunde oder Tonnen pro Stunde
- Gurtbreite und Gurtgeschwindigkeit
- Steigungswinkel (falls zutreffend)
- Länge der Förderstrecke
- Antriebsart und benötigte Leistung
- Wahl zwischen Tragrollen oder gleitender Unterstützung
- Der Industriebereich, zum Beispiel Lebensmittel, Chemie, Agro, Mineralien oder Recycling
Integration und Zukunftssicherheit
Unternehmen entscheiden sich zunehmend für modulare Gurtförderer, die sich bei Prozessänderungen oder Kapazitätserweiterungen einfach anpassen lassen. Auch Aspekte wie geringerer Energiebedarf, bessere Wartung, längere Lebensdauer und verbesserte Zugänglichkeit für Serviceteams spielen eine immer größere Rolle.
Durch die Wahl eines korrekt ausgelegten Förderers sinkt der Energieverbrauch und die Zuverlässigkeit der gesamten Anlage verbessert sich. Kontaktieren Sie unsere Spezialisten, damit wir eine Lösung zusammenstellen können, die zu Ihrer Situation passt.