Herausforderungen bei der Schlammkonzentrationsmessung
Bei der Aufbereitung von Eisenerz, insbesondere bei der Entwässerung und dem Transport von Tailings, ist die Messung der Schlammkonzentration in Rohrleitungen eine kritische Aufgabe. Werden diese Werte nicht genau überwacht, kann dies zu schwerwiegenden Betriebsausfällen führen. Herkömmliche Kontaktmessgeräte haben in diesen Umgebungen oft Probleme, da ihre Sonden direkt dem abrasiven Schlamm ausgesetzt sind, was zu ständigem Verschleiß, Ablagerungen und der Notwendigkeit häufiger Neukalibrierungen führt.
Risiken durch unzuverlässige Daten im Bergbau
Anlagenbetreiber im Bergbau sind bei unzuverlässigen Konzentrationsdaten drei Hauptrisiken ausgesetzt:
- Verschwendete Chemikalien: Die Menge der verwendeten Flockungsmittel hängt vollständig von der Dichte des Schlamms ab. Ungenaue Daten führen entweder zur Verschwendung teurer Chemikalien oder dazu, dass das Material nicht ordnungsgemäß behandelt wird.
- Rohrleitungsverstopfungen: Wenn der Schlamm zu dickflüssig wird und das System dies nicht erkennt, können Rohre verstopfen oder Pumpen überlastet werden. Dies führt häufig zu Rohrbruchen und teuren Notabschaltungen.
- Qualitätsprobleme: Wenn die Konzentration vor der Filtrationsstufe nicht stimmt, kann das Endprodukt zu viel Feuchtigkeit enthalten, was zur Ablehnung durch den Kunden führen kann.
Berührungslose Sensorik für Langlebigkeit und Sicherheit
Das RETTAR Na22 Dichtemessgerät verfolgt einen anderen Ansatz, der auf Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit setzt. Es löst das traditionelle Problem des Sondenverschleißes, indem der Sensor vollständig extern an der Rohrleitung befestigt wird.
- Sicherheit ohne Bürokratie: Das Gerät verwendet eine Natrium-22 (Na22) Quelle, die offiziell als „freigestellt“ eingestuft ist. Das bedeutet, dass die Aktivität so gering ist, dass die meisten Anwender es ohne die für industrielle Quellen üblichen komplexen Strahlenschutzgenehmigungen erwerben und installieren können.
- Installation ohne Stillstand: Da es sich um ein berührungsloses Gerät handelt, wird der Sensor von außen an das vorhandene Rohr geklemmt. Es ist nicht nötig, die Leitung aufzuschneiden, Löcher zu bohren oder die Produktion während der Installation zu stoppen.
Digitale Stabilität und Echtzeit-Kalibrierung
Anstelle veralteter Impulssignale, die driften oder aussetzen können, nutzt das System die digitale RS485-Kommunikation. Dies stellt sicher, dass die Daten auch über große Entfernungen stabil und genau bleiben. Das Messgerät verfügt außerdem über einen Hilfssensor zur Unterdrückung externer Störungen und nutzt eine Echtzeit-Temperaturkompensation. Dadurch kann das System eine Genauigkeit von ±1% beibehalten, selbst wenn sich die Umgebungsbedingungen ändern.