Härteprüfung für Fördertechnik in der Zementindustrie
Förderketten in Zementwerken und EBS-Aufbereitungsanlagen sind hochbelastete Komponenten, die unter abrasiven und feuchten Einsatzbedingungen zuverlässig funktionieren müssen. Ihre Standzeit beeinflusst direkt die Anlagenverfügbarkeit und damit die Wirtschaftlichkeit des gesamten Prozesses. Dieser Praxisfall zeigt, wie sich durch eine optimierte Kettenausführung erhebliche Verbesserungen erzielen lassen.
Extreme Belastungen durch abrasive Ersatzbrennstoffe
Förderanlagen für Ersatzbrennstoffe wie Kunststoffgranulat laufen typischerweise im Dauerbetrieb. Die Ketten sind dabei kontinuierlich mechanischer Belastung, schleißendem Fördergut, Feuchtigkeit, Verschmutzung, Temperaturwechseln und Mangelschmierung ausgesetzt.
Für die Betreiber bedeutet das:
- Hohe Sensibilität gegenüber ungeplanten Stillständen.
- Steigende Wartungs- und Ersatzteilkosten bei unzureichender Kettenqualität oder nicht an die Förderanlagenparameter angepasster Konstruktion, Werkstoffen und Wärmebehandlung.
- Risiko von ungeplanten Betriebsstillständen, die den Fertigungsprozess stören und hohe Kosten verursachen.
- Qualitätsketten sind funktionale Kernbauteile, die maßgeblich zur Prozessstabilität beitragen.
Hohe Ausfallraten und hoher Wartungsdruck im Bestand
Ein Anlagenbetreiber hatte über Jahre wiederkehrende Probleme mit der bestehenden Kettenausführung: Kettenbolzen wurden lose (nur mittels Splint gesichert), Innen- und Außenglieder haben sich aufgestellt und die Kettengelenke wurden durch Korrosion knicksteif. Zudem führten verbogene Kratzer und eine kurze Lebensdauer von ca. 4.000 Betriebsstunden zu häufigen Eingriffen, erhöhtem Verschleiß an Anlagenteilen und ungeplanten Stillständen.
Maßgeschneiderte Kettengeometrie für feuchte Umgebungen
FB Ketten hat sehr viel Erfahrung im Recycling, in Verbrennungsanlagen und der Zementindustrie. Sie haben die Anlagenparameter vor Ort geprüft und eine für diese Förderaufgaben praxiserprobte Kettenkonstruktion ausgewählt. Die Umrüstung konnte ohne bauliche Änderungen an der Anlage erfolgen.
Wesentliche technische Merkmale:
- Rostfreie, verschleißfest gehärtete Bolzen und Buchsen reduzieren die Kettenlängung.
- Robuste Standardkonstruktion, ausgelegt für abrasive und feuchte Schüttgüter.
- Optimierte Mitnehmeranbindung zur Erhöhung der Betriebssicherheit.
- Geteilte Kettenräder reduzieren die Montagezeit um bis zu zwei Drittel.
- Technische Beratung und Vor-Ort-Unterstützung durch Anwendungstechniker.
375 % mehr Laufzeit: Einsparungen im Detail
Die neue Kettenausführung führte zu einer deutlichen Verbesserung der Anlagenperformance: Die Standzeit stieg von zuvor 4.000 Stunden auf über 19.000 Betriebsstunden – eine Steigerung um 375 %. Dies resultierte in einer Kosteneinsparung von mindestens 70.000 € (ohne Berücksichtigung vermiedener Reparaturkosten). Über fünf Jahre hinweg wurde so ein stabiler, störungsfreier Betrieb ohne ungeplante Stillstände erreicht.
Langfristige Prozessstabilität im 24/7-Betrieb
Für Anlagen im 24/7-Betrieb ist die Zuverlässigkeit der Förderkette ein entscheidender Faktor. Eine geeignete Kettenauswahl reduziert ungeplante Stillstände, den Wartungsaufwand sowie Folgeschäden an Anlagenteilen. Gleichzeitig erhöht sie die Betriebssicherheit und die Verfügbarkeit der gesamten Förderlinie massiv.