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Kurzbericht
30.03.2026  |  66x
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Auf der IFAT gibt Lödige Einblick in ein zukunftsweisendes Verfahren zur Phosphorrückgewinnung im Pflugschar®-Mischer. (Quelle: Gebrüder Lödige Maschinenbau GmbH)
Auf der IFAT gibt Lödige Einblick in ein zukunftsweisendes Verfahren zur Phosphorrückgewinnung im Pflugschar®-Mischer. (Quelle: Gebrüder Lödige Maschinenbau GmbH)

Lödige auf der IFAT: Phosphorrückgewinnung im Pflugschar®-Mischer

Die gesetzlich geforderte Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm ist zur IFAT auch bei Lödige Thema.
Die Rechtslage ist klar: Bis zum Jahr 2029 müssen Betreiber von Kläranlagen und die Betreiber von Klärschlammverbrennungsanlagen die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm beziehungsweise der Klärschlammasche sicherstellen. Die Pflicht zur Rückgewinnung besteht, sobald der Phosphorgehalt in der Klärschlammtrockenmasse 2 Prozent oder mehr beträgt. Doch obwohl die entsprechende „Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung“ (AbfKlärV) schon seit 2017 rechtsverbindlich ist, läuft die Entwicklung von geeigneten verfahrenstechnischen Lösungen weiterhin auf Hochtouren.

Neues Verfahren

Einen besonders vielversprechenden Ansatz zur Phosphorrückgewinnung aus der Klärschlammasche verfolgt ein Kunde von Lödige: Das deutsche Technologie-Start-up entwickelt aktuell einen chemischen Prozess zur Herauslösung des Mineralstoffes durch Zugabe eines Extraktionsmittels. Der Phosphor-Gehalt der Asche sinkt dementsprechend und der ausgeschwemmte Phosphor kann weiterverwendet werden. Das Extraktionsmittel wird anschließend zum Teil in den Prozess zurückgeführt.
Im ersten Schritt werden die Asche und das Extraktionsmittel zunächst zu einem homogenen Slurry vermischt. Die Flüssigkeitszugabe muss dabei sehr exakt erfolgen. Gleichzeitig soll sich der Prozess später im großtechnischen Maßstab skalieren lassen. Lödige löst diese komplexe Aufgabe mit einem anwendungsspezifisch weiterentwickelten Pflugschar®-Mischer, der im kontinuierlichen Betrieb gefahren wird.


Lödige-Kompetenz in der Klärschlammaufbereitung

Bei dieser neuen Anwendung kann Lödige auf eine langjährige Branchenerfahrung in der Konditionierung von Klärschlämmen aufbauen. Denn auch schon vor der Verbrennung in Mono- oder auch Müllverbrennungsanlagen bzw. zur Optimierung der Eigenschaften bei anderweitiger Verwertung müssen die Schlämme behandelt werden. Für die effiziente Verbrennung vermischen und granulieren Pflugschar®-Mischer entwässerten Klärschlamm mit getrocknetem Rückgut. Sie dienen der Aufbereitung von Ölschlämmen und Walzzunderschlämmen sowie der Hygienisierung. Soll der Schlamm zu Kompost verarbeitet werden, kann im Pflugschar®-Mischer Sägemehl eingemischt werden. Ebenso lassen sich Speisereste und Pektinabfälle einbringen, um die Verwertung zu optimieren.

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