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Insight
12.03.2026  |  36x
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Wägeelektronik der Zukunft

Welche Anforderungen stellen Anwender heute an moderne Wägeterminals – und welche Trends werden die Wägeelektronik in den nächsten Jahren prägen? Im Interview gibt SysTec-Vertriebsingenieur Niko Donder Einblicke in aktuelle Entwicklungen.
Interview mit Niko Donder, internationaler Vertriebsingenieur bei SysTec, in dem er Einblicke in aktuelle Entwicklungen bei Wägecontrollern gibt.

Welche neuen Anforderungen stellen heutige Anwender an Wägeterminals und Wägeelektronik? Was erleben Sie in der Praxis?

Technologische Neuerungen treiben die Weiterentwicklung der Wägeindustrie maßgeblich voran und prägen die Anforderungen der Anwender. Moderne dynamische Wäge- und Abfüllprozesse erfordern eine schnelle und präzise Signalverarbeitung. Die Hardware- und Software-Komponenten müssen für maximalen Durchsatz und kürzeste Zyklus-Zeiten von Kontrollwaagen oder Abfüllwaagen ausgelegt sein. Insbesondere bei dynamischen Fahrzeug- oder Gleiswaagen sind besonders hohe Abtastraten erforderlich, da die Lastwechsel und Bewegungen nur so präzise erfasst und korrekt ausgewertet werden können. Neben der Eichfähigkeit sind ein umfangreicher Einsatz-Temperaturbereich, eine hohe Vibrationsfestigkeit, ein hoher EMV-Schutz und Gehäusedichtigkeit weitere wesentliche Anforderungen, die von der SysTec-Produktfamilie abgedeckt werden.

Welche Rolle spielen Schnittstellen und Konnektivität bei moderner Wägeelektronik?

Im Rahmen von Industrie 4.0. erwarten Anwender Schnittstellen, die über klassische analoge, digitale und Feldbus-Anschlüsse hinausgehen, etwa OPC UA, MQTT oder REST APIs, um Daten nahtlos in übergeordnete Systeme einzuspeisen. Fernwartung und Remote Monitoring gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Anlagen auch aus der Ferne überwacht, gesteuert und zur Effizienzsteigerung optimiert werden sollen.

Welche anderen Aspekte sind für die heutigen Anwender wichtig?

Die Flexibilität bei der Bedienung spielt eine immer größere Rolle.
Moderne Wägeterminals bieten anpassbare HMI Oberflächen und App-gesteuerte Bedienmöglichkeiten, sodass Prozesse individuell und intuitiv gesteuert werden können. Parallel dazu rücken Aspekte wie Cybersecurity (CRA - Cyber Resilience Act), RoHS- und REACH-Konformität stärker in den Fokus, um sowohl Datensicherheit als auch regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
Nach wie vor gilt: Industrieanlagen müssen zuverlässig laufen, oft unter rauen Umgebungsbedingungen. Deshalb ist Robustheit einer der wichtigsten Punkte: Gehäuse benötigen hohe Schutzarten, Materialien müssen säureresistent oder reinigungsfähig sein, und Komponenten müssen Temperaturschwankungen standhalten.

Ein Schwerpunkt bei SysTec sind frei programmierbare Wägeterminals. Was genau bedeutet das – und welchen Mehrwert bietet diese Art der Individualisierung?

Frei programmierbare Wägeterminals geben dem Anwender die Möglichkeit, die Steuerungslogik exakt an seine Prozesse anzupassen. Das reicht von kleinen funktionalen Ergänzungen bis hin zu komplett neuen Anwendungen. Beispielsweise können in Abfüllanlagen mit steuerungs- und regelungstechnischen Herausforderungen benutzerdefinierte Dosiersequenzen programmiert werden. Kurze Abfüllzyklen können u.a. durch bestimmte Dosierstufen und Öffnungswinkel erreicht werden, die durch unsere SysTec-Wägeterminals angesteuert werden. Zudem können Toleranzen angepasst und produktspezifische Abläufe implementiert werden – alles maßgeschneidert für die Produktionsanforderungen. Unsere Entwicklungsumgebung RTC WIN ermöglicht es, Programme effizient am PC zu entwickeln, in der Simulationsumgebung zu testen und anschließend die fertige Applikationssoftware auf das Wägeterminal zu übertragen. So kann die Inbetriebnahme von Anlagen optimal vorbereitet werden. Dies stellt für Anwender einen enormen Vorteil dar.
Die Hardware unserer SysTec-Wägeterminals ist ebenfalls modular aufgebaut. So lässt sich das Terminal durch Schnittstellen- oder I/O-Erweiterungen genau an die jeweilige Anlage anpassen. Für den Anwender bedeutet das einen hohen Investitionsschutz: Wenn sich Prozesse verändern oder komplexer werden, muss nicht gleich die gesamte Hardware ersetzt werden – oft genügt eine Softwareanpassung.
Datensicherheit, eichfähige Messung und regulatorische Vorgaben sind dabei unverzichtbare Aspekte im Anlagenbetrieb.

Wo sehen Sie die Herausforderungen, wenn Kunden oder Systemintegratoren frei programmierbare Wägeterminals einsetzen? Wo liegen mögliche Grenzen?

Die größte Herausforderung liegt meistens im Know-how. Wer flexibel programmieren möchte, benötigt zumindest grundlegende Erfahrung mit Steuerungslogiken und industrieller Softwareentwicklung.
Deshalb bieten wir unseren Partner intensive Schulungen zu unserer Entwicklungsumgebung RTC WIN, mit der unsere Wägeterminals programmiert werden können. Bei komplexeren Anwendungen können unsere Partner natürlich auch SysTec mit der kundenspezifischen Programmierung beauftragen.
Auch regulatorische Anforderungen spielen eine wichtige Rolle. SysTec stellt hierzu unter Einhaltung der Richtlinien der Eichgesetzgebung eine Schnittstelle zur Verfügung, über die eichfähige Gewichtswerte und die Eingänge gelesen sowie Ausgänge gesetzt werden können. In eichpflichtigen Anwendungen müssen zudem Softwareänderungen sorgfältig validiert und dokumentiert werden. Und natürlich müssen kundenspezifische Programme langfristig gewartet, dokumentiert und bei Bedarf aktualisiert werden können.

Wenn wir nach vorne schauen: Wie wird sich die Wägeelektronik in den kommenden fünf bis zehn Jahren verändern? Welche Trends sehen Sie heute schon deutlich?

Der stärkste Trend ist die zunehmende Digitalisierung. Wägeterminals werden noch enger in IoT- und Cloud-Umgebungen eingebettet sein, sodass Gewichtsdaten in Echtzeit ausgewertet und in übergeordneten Systemen verarbeitet werden können. Auch Cyber Security gewinnt dadurch massiv an Bedeutung.
Ein weiteres Feld sind intelligente Analyseverfahren. Wir gehen davon aus, dass KI-gestützte Funktionen – etwa zur Erkennung von Anomalien oder Verschleiß – an Bedeutung gewinnen. Auch bei der Bedienung wird sich einiges tun: Intuitive Benutzeroberflächen und konfigurierbare Workflows werden sich noch weiter durchsetzen. Und schließlich erwarten wir, dass Nachhaltigkeit und Energieeffizienz deutlich stärker in die Produktentwicklung einfließen werden.

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